Rettungsgeräte und -hilfsmittel

Unfälle im Wasser bedeuten für Retter und Verunfallte immer eine besondere Gefahr. Der kundige Retter setzt deshalb zur eigenen Sicherheit sowie zur schnelleren und Kräfte sparenden Hilfeleistung Rettungsgeräte und Hilfsmittel ein.

Wenn es die Situation zulässt, sollte der Helfer Rettungshilfsmittel grundsätzlich vom Ufer, Boot oder Steg aus einsetzen, um so den direkten Kontakt mit dem Verunfallten und eine Eigengefährdung zu vermeiden!

Rettungsball

(Bild: M. Scheich, OG Meerbusch)

Der Rettungsball besteht im Wesentlichen aus drei Teilen, dem Ball, meist einem Styroporball, dem Netz, welches den Ball umschließt und der Rettungsleine. Das Netz dient der Grifffestigkeit. Die Rettungsleine hat meistens eine Länge zwischen 25 bis 35 m und ist schwimmfähig.

Der Rettungsball hat folgende Vorteile:

  • einfache Handhabung
  • leichte Pflege
  • bei geringen Entfernungen schnell und leicht einsetzbar
  • keine Gefährdung des Retters
  • mehrere Verunglückte können sich am Netz festhalten
  • schnelle Hilfe für den Verunglückten

Rettungsringe

Rettungsringe, heute meist aus Kunststoff, werden mit kurzen Halteseilen versehen, um diese für die Rettung handlicher zu gestalten. Vorteile wie beim Rettungsball.

 

 

 

Rettungsgurt und Leine

Bildquelle: letsbuyit.de

Gemeinsamer Einsatz von Rettungsgurt (Gurt mit zwei Schlaufen, einem Feststeller und einem Metallring) und einer schwimmfähigen Leine mit einer Länge von 25 bis 100 Metern.

Der Rettungsgurt hat folgende Vorteile:

  • hohe Sicherheit für den Retter
  • Einsatz auch unter schwierigen Bedingungen möglich
  • Rettungsschwimmer wird vom Leinenführer zum Verunfallten geleitet
  • leichte Pflege und Handhabung

Rettungswurfleine (Wurfsack)

Der Wurfsack besteht aus einem länglichen Beutel, der an der Griffseite einen Auftriebskörper beinhaltet. Je nach Größe beinhaltet der Wurfsack 15-35 m schwimmfähige Leine.

Die Rettungswurfleine hat folgende Vorteile:

  • gute Wurfeigenschaften
  • einfach Handhabung
  • schnell einsatzbereit
Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Rettungswurfleine

DLRG-Gurtretter

Er besteht aus einem Brust-Schulter-Gurt, einer Verbindungsleine und einem flexiblen Auftriebskörper.

Der Retter kann sowohl Beine (möglichst mit Flossen) als auch Arme benutzen und die Schwimmlage (Bauch- / Rückenlage), je nach Situation selbst wählen. Der Auftriebskörper wird dem Verunglückten zugereicht (kein direkter Körperkontakt). Der Verunglückte hält sich fest und wird vom Retter an das Ufer gezogen. Bei bewusstlosen Personen kann der DLRG-Gurtretter mittels Karabiner und diversen Ösen um den Verunglückten herumgeschnallt werden. (Seit 1999 als Disziplin bei Rettungsschwimmmeisterschaften)

Spineboard

Spineboard der Fa. BaXstrap™

Das Spineboard, je nach Hersteller auch Millerboard, Backboard oder Rettungsbrett genannt, ist ein Hilfsmittel zur Rettung verunfallter Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist. Es verhindert unnötige Bewegungen des Patienten und das Verschlimmern der Verletzungen.

Das Spineboard hat folgende Vorteile:

  • Sehr handliche und stabile Rettungs- / Bergetrage
  • Einsatz bei Eis- und Wasserrettung (schwimmfähig)
  • Umlagern des Patienten zum Röntgen nicht nötig (Röntgendurchlässig)
  • leicht zu reinigen, da keine Rillen und Nähte
  • Belastbar bis 1100 kg ohne Verformung
  • Extra große Tragegriffe für hohen Tragekomfort